Dorayaki Rezept - Japanische Pfannkuchen einfach selbst machen

Monika Gross .

10. April 2026

Dorayaki-Rezept: Süße Pfannkuchen mit roter Bohnenpaste, dane rote Bohnen.
Mit diesem Dorayaki-Rezept bekommst du ein japanisches Süßgebäck, das in einer normalen Pfanne gelingt und trotzdem charakteristisch bleibt: weich, leicht süß und mit einer Füllung, die nicht erschlägt. Für mich ist das ein gutes Beispiel für japanische Küche, weil hier wenige Zutaten reichen, aber die Technik den Unterschied macht. Ich zeige dir, wie der Teig luftig wird, welche Füllungen in Deutschland gut funktionieren und worauf es beim Backen wirklich ankommt.

Die wichtigsten Punkte für luftige Dorayaki

  • Der Teig braucht eine kurze, aber wichtige Ruhezeit von mindestens 15 Minuten, damit er fein und gleichmäßig wird.
  • Für 6 bis 8 Stück reicht eine normale beschichtete Pfanne; entscheidend sind mittlere bis niedrige Hitze und wenig Öl.
  • Die klassische Füllung ist Anko, also süße rote Bohnenpaste; gute Varianten findest du im Asia-Markt oder im gut sortierten Onlinehandel.
  • Mit rund 30 bis 35 Minuten aktiver Zeit ist Dorayaki schnell gemacht, wenn die Zutaten vorbereitet sind.
  • Die häufigsten Fehler sind zu heiße Pfanne, zu dünner Teig und zu viel Füllung.

Was Dorayaki in der japanischen Küche ausmacht

Dorayaki gehören zu den Wagashi, also den traditionellen japanischen Süßigkeiten. Klassisch bestehen sie aus zwei kleinen Honigpfannkuchen, die mit Anko gefüllt werden, einer süßen Paste aus roten Adzukibohnen. Das Ergebnis ist kein schweres Dessert, sondern eher ein sanfter Snack für Tee, Kaffee oder den kleinen Hunger zwischendurch.

Der Reiz liegt im Kontrast: außen weich und leicht karamellisiert, innen cremig oder leicht stückig. Genau deshalb sollten Dorayaki nicht zu dünn oder zu trocken werden. Wenn der Teig stimmt, bleibt das Gebäck auch am nächsten Tag noch angenehm weich, und das macht es im Alltag deutlich praktikabler als viele andere japanische Süßspeisen.

Als Nächstes lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutaten, denn schon das richtige Mehl und eine passende Füllung entscheiden darüber, ob die Pfannkuchen locker oder zäh werden.

Die Zutaten, die den Teig wirklich gut machen

Ich halte die Zutatenliste bewusst überschaubar. Für die deutsche Küche ist das wichtig, weil du nicht jedes Mal Spezialprodukte brauchst und trotzdem nah am Original bleibst. Backpulver ist dabei die unkomplizierte Wahl; Natron funktioniert zwar auch, verlangt aber mehr Feingefühl bei der Balance. Wenn du Dorayaki zum ersten Mal machst, würde ich außerdem bei feinem Weizenmehl Type 405 bleiben, weil es die zarteste Textur ergibt.

Zutat Menge für 6 bis 8 Dorayaki Wofür sie wichtig ist
Eier 2 Stück, Größe M geben Struktur und Luftigkeit
Zucker 60 g sorgt für Süße und eine feine Bräunung
Honig 1 EL liefert den typischen, runden Dorayaki-Geschmack
Weizenmehl Type 405 120 g macht den Teig fein und leicht
Backpulver 1 TL hilft beim Aufgehen
Salz 1 Prise balanciert die Süße
Wasser oder Milch 1 bis 2 EL stellt die Konsistenz ein
Neutrales Öl zum Ausbacken verhindert Ankleben
Anko 200 bis 250 g klassische Füllung aus roten Bohnen

Wenn ich Dorayaki in Deutschland backe, kalkuliere ich für 6 bis 8 Stück grob mit 5 bis 9 Euro, wenn ich Anko extra kaufen muss. Hast du Mehl, Eier und Zucker schon im Vorrat, wird es natürlich günstiger. Wer die Textur noch feiner möchte, kann 10 g Mehl durch Speisestärke ersetzen, aber ich würde diese Variante nur nehmen, wenn das Gebäck etwas kuchenartiger werden darf.

Bei der Füllung mag ich zwei Varianten besonders: Tsubuan, also die stückige Paste, wenn ich mehr Biss will, und Koshian, wenn die Füllung glatter sein soll. Für einen klassischen Dorayaki-Look ist Tsubuan meist die bessere Wahl. Wenn du Anko selbst kochst, plane einen Extra-Schritt ein; fertig gekauftes Anko spart Zeit und ist für dieses Rezept völlig legitim.

Sobald die Zutaten stehen, ist das Backen selbst vor allem eine Frage von Temperatur und Geduld.

Dorayaki-Pfannkuchen mit süßer roter Bohnenpaste, ein köstliches Rezept für ein japanisches Dessert.

Dorayaki Schritt für Schritt backen

  1. Eier, Zucker und Honig aufschlagen. Ich rühre die Mischung 1 bis 2 Minuten, bis sie heller und etwas dicklicher wird. Sie muss nicht steif sein, aber sie sollte sichtbar Luft aufnehmen.
  2. Die trockenen Zutaten sieben. Mehl, Backpulver und Salz kommen am besten direkt durchs Sieb in die Schüssel. So verschwinden Klümpchen, und der Teig bleibt feiner.
  3. Den Teig nur kurz verrühren. Sobald keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind, höre ich auf. Zu langes Rühren macht ihn unnötig zäh.
  4. Ruhen lassen. Der Teig sollte mindestens 15 Minuten stehen, gern bis zu 30 Minuten. In dieser Zeit entspannt sich das Gluten, und die Pfannkuchen backen gleichmäßiger.
  5. Die Pfanne kontrolliert erhitzen. Mittel bis niedrig ist ideal. Ich nehme nur einen Hauch Öl und wische den Rest mit Küchenpapier wieder ab. Zu viel Fett macht die Oberfläche fleckig.
  6. Kleine Portionen ausbacken. Pro Stück reichen etwa 2 bis 3 Esslöffel Teig. Die Böden sollten rund bleiben und etwa 8 bis 9 cm Durchmesser haben. Nach ungefähr 1,5 bis 2 Minuten bilden sich Bläschen; dann wende ich sie und backe die zweite Seite nur 20 bis 30 Sekunden.
  7. Abkühlen und füllen. Die Pfannkuchen erst kurz auf einem Gitter ausdampfen lassen. Dann gebe ich auf einen Boden etwa 1 gehäuften Esslöffel Anko, lege den zweiten Boden darauf und drücke die Ränder nur leicht an.

Ich mache oft einen ersten Testpfannkuchen, weil er mir sofort zeigt, ob die Hitze stimmt. Wenn dieser erste Boden zu dunkel oder zu blass wird, korrigiere ich lieber sofort, statt später sechs gleichartige Fehler zu produzieren. Danach läuft das Rezept deutlich entspannter, und genau daran merkt man, dass Dorayaki eher Präzision als Aufwand sind.

Wenn der Grundteig sitzt, kannst du bei der Füllung kreativ werden, ohne den Charakter des Gebäcks zu verlieren.

Füllungen und Varianten, die wirklich funktionieren

Bei der Füllung würde ich nicht blind alles mischen, was gut klingt. Dorayaki tragen die Füllung wie ein Sandwich, und zu feuchte oder zu schwere Varianten lassen den weichen Teig schnell schlapp wirken. Für Gäste in Deutschland setze ich deshalb gern auf eine klare Mischung aus klassisch und modern.

Variante Geschmack Mein Praxisurteil
Anko klassisch süß, leicht erdig, authentisch die beste Wahl, wenn du Dorayaki wirklich als japanische Süßspeise zeigen willst
Matcha-Creme leicht bitter, cremig, fein sehr gut als Einstieg, weil der Grüntee die Süße sauber ausgleicht
Schoko-Nuss-Creme vertraut, rund, dessertartig für Kinder und deutsche Kaffeetafeln oft der einfachste Zugang
Vanillepudding weich, mild, süß schmeckt angenehm, braucht aber gute Kühlung
Erdbeeren mit Sahne frisch, leicht, sommerlich lecker, aber am besten nur kurz vor dem Servieren füllen

Marmelade oder Nutella funktionieren technisch auch, aber dann verschiebt sich das Ergebnis klar in Richtung Fusion-Snack. Für ein echtes Dorayaki-Gefühl würde ich solche Füllungen eher als Ausnahme behandeln. Wenn ich eine moderne Version backe, achte ich darauf, dass die Füllung interessant bleibt, den Pfannkuchen aber nicht überdeckt. Genau hier kippen viele Rezepte ins Beliebige.

Wer die Füllung im Griff hat, stolpert in der Praxis meist an denselben kleinen Fehlern. Genau die lasse ich im nächsten Abschnitt nicht offen.

Die häufigsten Fehler und wie ich sie vermeide

Die meisten Probleme tauchen nicht beim Füllen, sondern schon in der Pfanne auf. Ich sehe immer wieder dieselben Fehler: zu heiße Hitze, zu dünner Teig, zu viel Füllung oder ein Boden, der zu früh umgedreht wird. Das Gute daran ist: Alles lässt sich ziemlich schnell korrigieren.
Problem Woran ich es erkenne Was hilft
Teig läuft auseinander Die Form wird oval oder zu breit 1 bis 2 EL Mehl ergänzen und den Teig noch 10 Minuten ruhen lassen
Pfannkuchen werden trocken Die Ränder sind hart und die Mitte wirkt zäh Hitze senken und die zweite Seite kürzer backen
Die Oberfläche bleibt blass Kaum Bräunung trotz Backzeit Pfanne etwas stärker vorheizen oder den Zuckeranteil nicht zu stark senken
Die Füllung drückt heraus An den Seiten quillt Anko hinaus Weniger Füllung nehmen und die Böden erst nach dem Abkühlen zusammensetzen
Die Stücke werden ungleichmäßig Ein Teil ist dunkel, ein Teil blass Mit gleich großen Portionen arbeiten und die Pfanne zwischendurch von Ölresten befreien

Ich verlasse mich bei Dorayaki nie auf die Theorie allein. Ein kleiner Probelauf zeigt schneller als jedes Rezept, ob die Pfanne, die Hitze und die Teigkonsistenz zusammenpassen. Wenn der erste Boden ordentlich aussieht und sich leicht lösen lässt, ist der Rest meist nur noch Routine.

Am besten schmecken Dorayaki bei Raumtemperatur, nicht direkt aus dem Kühlschrank. Ungefüllte Pfannkuchenböden kannst du luftdicht verpackt 1 bis 2 Tage aufbewahren oder bis zu 2 Monate einfrieren; gefüllte Dorayaki mit Anko würde ich möglichst frisch essen. Wenn du eine Variante mit Sahne oder Pudding machst, gehört sie konsequent in den Kühlschrank und sollte nicht lange stehen.

Zum Servieren passen grüner Tee, milder Schwarztee und auch Kaffee, weil diese Getränke die Süße ausbalancieren. Wenn ich Dorayaki für einen gemischten Tisch backe, halte ich die klassische Anko-Version bewusst schlicht und stelle höchstens eine zweite, modernere Füllung daneben. So bleibt der Charakter der japanischen Küche erhalten, aber das Gebäck wirkt trotzdem zugänglich und alltagstauglich.

Wer Dorayaki einmal sauber hinbekommt, merkt schnell, wie gut dieses kleine Gebäck zwischen Snack und Dessert funktioniert. Genau deshalb gehört für mich ein gutes Pfannkuchen-Sandwich in jede Sammlung internationaler Rezepte: Es ist einfach genug für den Alltag und präzise genug, um Eindruck zu machen.

Häufig gestellte Fragen

Dorayaki zeichnen sich durch ihre weiche, luftige Textur und die typische Füllung aus. Sie sind süßer als westliche Pfannkuchen und werden meist als Sandwich mit Anko (süße Bohnenpaste) serviert, was ihnen einen einzigartigen Charakter als japanische Süßspeise verleiht.
Ja, absolut! Obwohl Anko die klassische Füllung ist, funktionieren auch Matcha-Creme, Schoko-Nuss-Creme oder Vanillepudding sehr gut. Wichtig ist, dass die Füllung nicht zu feucht ist, um den Teig nicht aufzuweichen. Experimentiere mit deinen Lieblingsgeschmäckern!
Ungefüllte Dorayaki-Böden halten luftdicht verpackt 1-2 Tage bei Raumtemperatur oder können eingefroren werden. Gefüllte Dorayaki, besonders mit Anko, schmecken frisch am besten. Varianten mit Sahne oder Pudding sollten immer gekühlt und zügig verzehrt werden.
Häufige Ursachen sind zu hohe Hitze beim Backen oder zu langes Rühren des Teigs. Achte auf mittlere bis niedrige Hitze und rühre den Teig nur so lange, bis keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind. Eine kurze Ruhezeit des Teigs hilft ebenfalls, die Textur zu verbessern.
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Autor Monika Gross
Monika Gross
Mein Name ist Monika Gross und ich bringe 9 Jahre Erfahrung in der internationalen Küche mit. Meine Leidenschaft für das Kochen und die Entdeckung neuer Rezepte hat mich dazu inspiriert, meine Erfahrungen und Kenntnisse in diesem Bereich zu teilen. Ich finde es faszinierend, wie Essen Kulturen verbindet und Geschichten erzählt. Auf meiner Reise durch verschiedene Küchen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, die Zutaten und Zubereitungstechniken zu verstehen, um authentische Gerichte zu kreieren. Ich schreibe über eine Vielzahl von Themen, von traditionellen Rezepten bis hin zu modernen Interpretationen internationaler Küche. Dabei lege ich großen Wert darauf, meine Informationen gründlich zu recherchieren und zu vergleichen, um meinen Lesern nützliche und verständliche Inhalte zu bieten. Mein Ziel ist es, komplexe Themen zu vereinfachen und aktuelle Trends in der Gastronomie aufzugreifen, damit jeder in der Lage ist, die Freude am Kochen zu entdecken und zu genießen.
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